Gemeinsam Leben retten - jeder Einzelne zählt.

Kostenlos für iOS und Android · Pilotprojekt der Leitstelle Mannheim · Start in - Tagen

Sie wählen die 112,
die Leitstelle erhält die Notfalldaten und Krankenakte sofort.

Standort, Medikamente, Allergien und Notfallkontakte liegen dem Disponenten vor, bevor er die erste Frage stellen muss. Jede Frage, die nicht gestellt werden muss, ist gewonnene Zeit. Anschließend verfolgen Sie die Anfahrt des Rettungswagens.

Dauerhaft kostenlos, ohne Werbung und mit sicher verschlüsselten Daten.

So funktioniert Life.link
112 Notruf · 00:03

Leitstelle · Akte geöffnet

NameKeller, Werner MedikationApixaban 5 mg AllergienPenicillin StandortP7, 16 · ±4 m

Rettungswagen unterwegs · ca. 6 Minuten

  1. Sie setzen den Notruf abSie wählen die 112 über Ihre gewohnte Telefonfunktion.
  2. Die Leitstelle ruft Ihre Daten abNotfallpass und Standort liegen unmittelbar vor.
  3. Sie verfolgen die AnfahrtPosition des Rettungswagens und voraussichtliche Ankunft.
DSGVO-konform

Ihre Notfalldaten sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. Die Leitstelle erhält Zugriff ausschließlich während eines aktiven Notrufs und jeder Zugriff wird revisionssicher protokolliert.

Nach BSI-Grundschutz

Betrieb und Absicherung folgen dem Standard des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, dem auch Behörden und Betreiber kritischer Infrastruktur unterliegen.

Server in Deutschland

Ihre Daten liegen ausschließlich in deutschen Rechenzentren. Keine Weitergabe an Dritte, keine Werbung, kein Zugriff durch Versicherungen oder Arbeitgeber.

In vier Schritten

Einmal eingerichtet, dauerhaft hinterlegt.

  1. 1

    App installieren

    Kostenlos im App Store und bei Google Play erhältlich.

  2. 2

    Notfallpass hinterlegen

    Medikamente, Allergien, Vorerkrankungen und Notfallkontakte. Der Vorgang dauert etwa zwei Minuten.

  3. 3

    Im Notfall die 112 wählen

    Über Ihre gewohnte Telefonfunktion. Ein Öffnen der App ist nicht erforderlich.

  4. 4

    Der Rettungsdienst kommt schnell und informiert

    Der Leitstelle liegen Ihre Daten und Ihr Standort vor. Die Anfahrt verfolgen Sie in der App.

Warum Sekunden zählen

Zwischen dem Herzstillstand und dem Rettungswagen liegen Minuten, die niemand füllt.

  • 3-5Minuten

    So lange dauert es, bis Gehirnzellen ohne Blutfluss irreparable Schäden erleiden.

  • 8Minuten

    So lange dauert es im Durchschnitt, bis der Rettungsdienst eintrifft. Oft länger.

  • 11Prozent

    So viele Menschen überleben einen Herz-Kreislauf-Stillstand ausserhalb des Krankenhauses.

  • 10.000Menschen

    So viele könnten in Deutschland jährlich zusätzlich gerettet werden, wenn sofort reanimiert würde.

Die ersten Minuten entscheiden und in diesen Minuten ist der Rettungsdienst noch nicht da. Life.link setzt genau dort an: Es verkürzt die Zeit, die zu Beginn jedes Notrufs für Rückfragen vergeht und alarmiert qualifizierte Ersthelfer, die vor dem Rettungswagen eintreffen können.

Quellen: Bundesministerium für Gesundheit und BZgA, Faktenblatt Laienreanimation · German Resuscitation Council

Der Hintergrund

Der Disponent fragt, ob Ihr Vater Blutverdünner einnimmt. Sie können die Frage nicht beantworten.

Jeder Notruf beginnt mit Rückfragen. Sie sind fachlich notwendig und kosten Zeit. Wer im Ernstfall vor Ort ist, kennt die Antworten in den seltensten Fällen.

  • 01 Wo genau sind Sie?
  • 02 Wie alt ist die Person?
  • 03 Nimmt sie Medikamente? Welche?
  • 04 Gibt es Vorerkrankungen?
  • 05 Sind Allergien bekannt?
  • 06 Wen sollen wir verständigen?

Mit Life.link liegen diese Angaben der Leitstelle vor, bevor der erste Satz gesprochen ist.

Beide Seiten des Notrufs

Die Sicht der Leitstelle und Ihre Sicht.

Links der Arbeitsplatz des Disponenten in dem Moment, in dem Ihr Notruf eingeht. Rechts die Ansicht in Ihrer App, sobald der Rettungswagen alarmiert wurde.

Beispielhafte Darstellung mit erfundenen Daten. Der Zugriff auf Ihre Akte ist ausschließlich während eines aktiven Notrufs möglich und wird vollständig protokolliert.

Drei Situationen, die mit Life.link Leben retten

Life.link wirkt in beide Richtungen.

Ob Sie selbst den Notruf absetzen, einem anderen Menschen helfen oder als qualifizierte Ersthelferin alarmiert werden. In allen drei Fällen liegen die entscheidenden Angaben vor, bevor jemand danach fragen muss.

Fall 1 von 3

Sie setzen den Notruf selbst ab

9:41
112
Notruf · 00:04
Life.link aktiv
Standort wird übertragen
  1. Sie wählen die 112 wie gewohnt

    Ein Öffnen der App, eine Passworteingabe oder das Suchen einer Schaltfläche sind nicht erforderlich.

  2. Ihre Rufnummer wird erkannt

    Die Leitstelle gleicht die übermittelte Rufnummer mit Ihrem Profil ab, während die Verbindung aufgebaut wird.

  3. Das Gerät wechselt auf präzise Ortung

    Im Alltag arbeitet Life.link akkuschonend im Hintergrund. Erst mit dem Notruf wird die genaue Position ermittelt, bis hin zum Stockwerk.

  4. Der Disponent sieht Ihren Notfallpass

    Name, Alter, Blutgruppe, Vorerkrankungen, Medikation, Allergien und Notfallkontakte. Er muss nicht fragen, er weiß es bereits.

  5. Sie verfolgen die Anfahrt

    Sobald der Rettungswagen alarmiert ist, sehen Sie seine Position und die voraussichtliche Ankunftszeit.

Fall 2 von 3

Sie setzen den Notruf für eine andere Person ab

17:12
Life.link-QRCode vom
Sperrbildschirm scannen
oder: Leitstelle ordnet
über den Umkreis zu
  1. Die betroffene Person ist nicht ansprechbar

    Ein Sturz, ein Verkehrsunfall, ein Kreislaufzusammenbruch. Sie setzen von Ihrem eigenen Gerät den Notruf ab.

  2. Sie erfassen den Code

    Der Life.link-Code befindet sich auf dem Sperrbildschirm der betroffenen Person. Nach dem Scan liegt ihr Notfallpass der Leitstelle vor.

  3. Alternativ ordnet die Leitstelle zu

    Ist kein Code auffindbar, sieht der Disponent die Life.link-Profile im unmittelbaren Umkreis Ihres Anrufs und ordnet anhand Ihrer Beschreibung zu.

  4. Der Disponent führt Sie durch die Erste Hilfe

    Er kennt nun Alter, Vorerkrankungen und Medikation der Person und kann seine Anweisungen daran ausrichten.

  5. Sie benötigen keine Vorkenntnisse

    Weder Name noch Alter noch Medikation müssen Ihnen bekannt sein. Der Rettungsdienst trifft schnell und informiert ein.

Fall 3 von 3

Qualifizierte Hilfe ist vor dem Rettungswagen bei Ihnen

22:07
Reanimation
320 m entfernt
Können Sie helfen?
AllergienPenicillin MedikationApixaban VorerkrankungVorhofflimmern
Ansicht auf dem Gerät
der alarmierten Person
  1. Bei Ihnen tritt ein Herzstillstand ein

    Jemand setzt den Notruf ab. Bis zum Eintreffen des Rettungswagens vergehen im Durchschnitt acht bis zehn Minuten. Ohne Herzdruckmassage sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit in dieser Zeit mit jeder Minute.

  2. Life.link alarmiert qualifizierte Heros in Ihrer Nähe

    Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte, Notfallsanitäter und Feuerwehrangehörige, die sich als Life.link Hero registriert haben und sich im Umkreis von einem Kilometer befinden, werden automatisch benachrichtigt. Die Leitstelle ist an dieser Alarmierung nicht beteiligt.

  3. Jemand ist in wenigen Minuten bei Ihnen

    In der Freiburger Untersuchung trafen alarmierte Ersthelfer im Median nach knapp vier Minuten ein, in 68 % der Fälle vor dem Rettungsdienst.

  4. Diese Person weiß, was sie über Sie wissen muss

    Allergien, blutverdünnende Medikamente, relevante Vorerkrankungen und eine hinterlegte Patientenverfügung werden ihr angezeigt. Nicht Ihre vollständige Akte, sondern das, was für die Versorgung in den ersten Minuten zählt.

  5. Der Rettungsdienst übernimmt

    Mit dem Eintreffen des Rettungswagens endet der Einsatz des Ersthelfers. Die Freigabe Ihrer Daten endet automatisch und wird revisionssicher protokolliert.

Die Datenfreigabe gilt ausschließlich für den laufenden Einsatz und umfasst nur die für die Erste Hilfe erforderlichen Angaben. Sie sind medizinisch qualifiziert und möchten Life.link Hero werden?

Die Umkreis-Zuordnung unterliegt engen Grenzen.

  • Nur bei aktivem NotrufEs gibt keine Suchfunktion. Ohne laufendes 112-Gespräch ist die Ansicht nicht aufrufbar.
  • Nur im Umkreis des AnrufersAngezeigt wird die unmittelbare Umgebung der Anruferposition, nicht die Stadt.
  • Zuerst ohne NamenDie Profile erscheinen pseudonymisiert. Erst nach bestätigter Zuordnung wird die Akte geöffnet.
  • Jede Abfrage wird protokolliertWer, wann, zu welchem Einsatz - revisionssicher und für die Aufsicht einsehbar.

Für Angehörige

Jetzt Life.link für Ihre Liebsten einrichten und helfen.

Ihre Eltern und Großeltern sind genau die Personen, bei denen Medikation und Vorerkrankungen im Notfall über die Versorgung entscheiden - und zugleich diejenigen, die eine App am seltensten selbst installieren.

Richten Sie Life.link für sie ein. Der Vorgang dauert etwa zwei Minuten und erfolgt von Ihrem eigenen Gerät aus.

  1. 1
    Einladung versenden

    Sie geben die Mobilnummer ein, die Person erhält daraufhin einen Link per SMS.

  2. 2
    Die Person willigt ein

    Eine Bestätigung auf dem eigenen Gerät. Ohne diese Einwilligung wird kein Profil angelegt.

  3. 3
    Sie pflegen den Notfallpass

    Medikamente, Allergien und Kontakte halten Sie von Ihrem Gerät aus aktuell.

Verständigung im Notruf

Auch dann, wenn Sprechen nicht möglich ist.

Ein Notruf setzt normalerweise voraus, dass zwei Menschen miteinander sprechen können. Für gehörlose und sprachbehinderte Menschen und für alle, die kein Deutsch sprechen, ist genau das die Hürde. Life.link löst sie auf drei Wegen.

In der App

Schreiben oder sprechen

Nach dem Notruf öffnen Sie Life.link und verständigen sich schriftlich oder per Spracheingabe.

  • Eingabe in einem Chatfenster, in Ihrer Sprache
  • Alternativ per Spracheingabe statt Texteingabe
  • Die Leitstelle erhält den Text auf Deutsch
  • Rückfragen des Disponenten erreichen Sie übersetzt

In der App

Notruf ohne Sprechen

Für gehörlose und sprachbehinderte Menschen. Im Notfallpass ist hinterlegt, dass Sie nicht sprechen können.

  • Sie wählen die 112, ohne etwas sagen zu müssen
  • Die Leitstelle erkennt sofort, dass keine Sprachverbindung möglich ist
  • Standort und Notfallpass liegen bereits vor, der Rettungswagen wird umgehend disponiert
  • Über ein Auswahlmenü in der App melden Sie, worum es geht

In Entwicklung

Übersetzung in Echtzeit

Gemeinsam mit der Leitstelle Mannheim entwickeln wir ein Sprachmodell, das das laufende Notrufgespräch live übersetzt.

  • Übersetzung in beide Richtungen während des Gesprächs
  • Unabhängig von der Sprache des Anrufers
  • Ohne Wartezeit auf einen Dolmetscherdienst
  • Derzeit nicht im Einsatz, Einführung nach dem Pilotbetrieb

In allen Fällen gilt: Wählen Sie zuerst die 112 und bleiben Sie in der Leitung, auch wenn Sie nichts sagen. Die Verbindung selbst ist das Signal und Ihre Daten liegen der Leitstelle in diesem Moment bereits vor.

Gemeinsam Leben retten

Ein Notfallsystem schützt Sie erst, wenn die Menschen um Sie herum es auch nutzen.

Rund 70 Prozent aller Wiederbelebungen finden in einer Wohnung statt. Der Mensch, dem Life.link als Erstes hilft, lebt also mit hoher Wahrscheinlichkeit in Ihrem eigenen Haushalt, in Ihrem Haus oder in Ihrer Nachbarschaft. Entscheidend ist deshalb nicht, dass Sie die App haben. Entscheidend ist, dass Mannheim sie hat.

Menschen in Mannheim und Umgebung, die Life.link eingerichtet haben

0von 100.000

Die Zählung beginnt mit dem Kampagnenstart im November 2026.

  • -Tage bis zum Livebetrieb der Leitstelle Mannheim
  • 100.000Menschen. Das ist etwa jeder dritte Erwachsene in Mannheim

Jede App-Einrichtung hilft doppelt. Für Sie selbst und für den Menschen, dem Sie eines Tages das Leben retten.

Anteil der Wiederbelebungen in Wohnungen und Häusern: Deutsches Reanimationsregister, Jahresbericht 2025

Für medizinisches Fachpersonal

Life.link Hero werden.

Sie sind Ärztin, Notfallsanitäter, Pflegefachkraft oder Feuerwehrangehöriger mit Sanitätsausbildung? Dann können Sie in den Minuten helfen, in denen sonst niemand da ist. Sie entscheiden bei jeder Alarmierung neu.

In der Freiburger Untersuchung trafen alarmierte Ersthelfer im Median nach knapp vier Minuten ein - in 68 % der Fälle vor dem Rettungsdienst. HEROES-Studie zur Ersthelfer-Alarmierung · herzmedizin.de

Abgrenzung

Life.link und nora: Wo liegt der Unterschied?

Beide Anwendungen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen einander. nora ist die offizielle Notruf-App der Bundesländer. Life.link tritt nicht in Wettbewerb dazu.

nora

Ermöglicht den Notruf, wenn eine sprachliche Verständigung nicht möglich ist.

  • Textbasierter Notruf ohne Sprechen
  • Erreicht Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst
  • Besonders für Menschen mit Hör- oder Sprechbehinderung
  • Betrieben von den Bundesländern

Life.link

Übermittelt der Leitstelle Ihre Notfalldaten bei einem regulären 112-Anruf.

  • Kein eigener Notruf: Sie wählen die 112 wie gewohnt
  • Medikamente, Allergien, Vorerkrankungen, Blutgruppe
  • Präziser Standort inklusive Etage
  • Anfahrtsstatus des Rettungswagens in der App
  • Alarmierung qualifizierter Ersthelfer in der Nähe
  • Übersetzung per Chat oder Spracheingabe bei Sprachbarrieren
  • Notruf ohne Sprechen für gehörlose und sprachbehinderte Menschen

Die parallele Nutzung beider Anwendungen ist sinnvoll. nora setzt den Notruf ab, Life.link liefert der Leitstelle die Daten dazu.

Datenschutz

Wer welche Daten einsehen kann und zu welchem Zeitpunkt.

Life.link verarbeitet Gesundheitsdaten. Das ist die sensibelste Kategorie, die das Datenschutzrecht kennt. Die folgende Übersicht beschreibt ohne juristische Fachbegriffe, was tatsächlich geschieht.

SituationWas passiert
Im AlltagIhr Gerät hinterlegt lediglich grobe Aufenthaltsbereiche, akkuschonend. Eine Einsicht ist niemandem möglich, weder uns noch der Leitstelle.
Während eines 112-AnrufsErst zu diesem Zeitpunkt wechselt das Gerät auf präzise Ortung und erst dann wird Ihr Notfallpass für die zuständige Leitstelle freigegeben.
Nach dem EinsatzDer Zugriff endet automatisch. Die Übertragung bleibt protokolliert, die Daten liegen wieder verschlüsselt.
VerschlüsselungIhre Notfalldaten sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. Wir können sie nicht lesen.
SpeicherortAusschließlich Rechenzentren in Deutschland, betrieben nach BSI-Grundschutz.
WeitergabeKeine Weitergabe an Dritte, weder zu Werbezwecken noch an Versicherungen oder Arbeitgeber.
LöschungSie können Ihr Profil jederzeit in der App vollständig löschen. Ohne Nachfrage, ohne Frist.

Grenzen des Systems

Was Life.link nicht kann.

Ein Notfallsystem, das seine Grenzen verschweigt, gefährdet die Menschen, die sich darauf verlassen. Deshalb stehen sie hier und nicht im Kleingedruckten.

  • Es ersetzt den Notruf nicht. Sie müssen die 112 wählen. Life.link löst von sich aus keinen Notruf aus.
  • Es ersetzt Erste Hilfe nicht. Die Herzdruckmassage ist durch keine Anwendung zu ersetzen.
  • Ohne Netzverbindung keine Ortung. Bei fehlendem Mobilfunkempfang oder entladenem Akku erfolgt keine Übertragung.
  • Die Ankunftszeit ist eine Schätzung. Rettungsmittel werden im laufenden Einsatz umdisponiert. Verlassen Sie sich nicht auf die Minutenangabe.
  • Die Echtzeit-Übersetzung ist noch nicht verfügbar. Das Sprachmodell befindet sich gemeinsam mit der Leitstelle in der Entwicklung. Chat und Spracheingabe stehen bereit, die Live-Übersetzung des Gesprächs noch nicht.
  • Nur angebundene Leitstellen. Ab Januar 2027 zunächst ausschließlich im Rettungsdienstbereich Mannheim.
  • Ein unvollständiges Profil ist wirkungslos. Die Übermittlung ist nur so verlässlich wie die von Ihnen hinterlegten Angaben.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

Wo Life.link noch entscheidend helfen kann.

Entwickelt für den 112-Anruf und ebenso wirksam überall dort, wo im Ernstfall Angaben zur Person oder eine genaue Ortung fehlen.

  • Kinder ohne eigenes Handy Ein Life.link-QRCode am Schulranzen oder an der Sporttasche gibt Ersthelfern und der Leitstelle sofort Zugang zu den wichtigsten Angaben, inklusive Notfallkontakt.
  • Festivals und öffentliche Veranstaltungen Bei großen Menschenmengen ist die Ortung oft schwierig. Veranstalter und Einsatzkräfte können sich mit Life.link besser auf die Erstversorgung vorbereiten.
  • Handwerk und Außendienst Wer allein auf wechselnden Baustellen oder beim Kunden vor Ort arbeitet, ist für Angehörige im Notfall oft schwer zu finden. Life.link schafft genau dann Transparenz, wenn sie zählt.
  • Menschen mit Demenz Ist eine verwirrte Person allein unterwegs und nicht ansprechbar, hilft ein Life.link-QRCode am Kleidungsstück oder Schlüsselbund, sie schnell zu identifizieren, inklusive Vorerkrankungen und Kontaktperson.
  • Unfälle abseits befestigter Wege Bei einem Sturz im Wald, am Berg oder auf dem Rad zählt die Anfahrtszeit. Life.link übermittelt die genaue Position, ganz ohne mühsame Beschreibung am Telefon.
  • Diabetes, Epilepsie und Allergien Bei einer Unterzuckerung, einem Anfall oder einem allergischen Schock sind Betroffene oft nicht mehr ansprechbar. Life.link zeigt Ersthelfern genau die Angaben, die in diesem Moment über die richtige Versorgung entscheiden.
  • Alleinlebende Seniorinnen und Senioren Als Ergänzung zum klassischen Hausnotruf: Rückt ein Rettungswagen aus, liegen Medikation und Vorerkrankungen sofort vor, auch wenn niemand sonst in der Wohnung ist.

Fragen und Antworten

Antworten auf die häufigsten Fragen.

Was kostet Life.link?

Für Bürgerinnen und Bürger entstehen keine Kosten. App und Notfallpass sind dauerhaft kostenlos, ohne Abonnement und ohne Werbung. Finanziert wird das System über die Leitstellen und Rettungsdienstträger.

Werde ich im Alltag getrackt?

Nein. Im Normalbetrieb hinterlegt Ihr Gerät lediglich den ungefähren Aufenthaltsbereich, um im Notfall schnell eine genaue Position ermitteln zu können. Diese Information verlässt Ihr Gerät nicht. Erst mit dem Wählen der 112 wechselt das System auf präzise Ortung und übermittelt die Position an die Leitstelle.

Kann die Leitstelle jederzeit in meine Akte schauen?

Nein. Ohne aktives Notrufgespräch gibt es keinen Zugriff. Es existiert keine Suchfunktion nach Namen, Adresse oder Rufnummer. Jeder Zugriff ist an einen konkreten Einsatz gebunden und wird revisionssicher protokolliert.

Wie genau ist die Ankunftszeit des Rettungswagens?

Es handelt sich um eine Schätzung der Leitstelle auf Basis der aktuellen Fahrzeugposition, nicht um eine Zusage. Rettungsmittel werden im laufenden Einsatz umdisponiert. Tritt ein dringenderer Notfall ein, verändert sich die Ankunftszeit. Verlassen Sie sich daher nicht auf die Angabe und bleiben Sie bei der betroffenen Person.

Was ist, wenn ich kein Deutsch spreche?

Wählen Sie zunächst die 112 und bleiben Sie in der Leitung. Öffnen Sie anschließend Life.link: Sie können in Ihrer Sprache in ein Chatfenster schreiben oder die Spracheingabe nutzen. Die Leitstelle erhält den Text auf Deutsch, Rückfragen des Disponenten erreichen Sie übersetzt.

Gemeinsam mit der Leitstelle Mannheim entwickeln wir darüber hinaus ein Sprachmodell, das das laufende Gespräch in Echtzeit überträgt, in beide Richtungen und unabhängig von der Sprache. Diese Funktion befindet sich noch in der Entwicklung.

Funktioniert Life.link, wenn ich nicht sprechen kann?

Ja. Hinterlegen Sie im Notfallpass, dass Sie gehörlos oder sprachbehindert sind. Wählen Sie im Notfall die 112 und bleiben Sie in der Leitung, ohne etwas zu sagen. Die Leitstelle erkennt sofort, dass keine Sprachverbindung möglich ist und verfügt zugleich über Ihren Standort und Ihren Notfallpass. Der Rettungswagen wird umgehend disponiert.

Über ein Auswahlmenü in der App melden Sie zusätzlich, worum es grob geht. Der stille Anruf wird dadurch eindeutig, statt für die Leitstelle ein ungeklärter Fall zu bleiben.

Ist die Teilnahme freiwillig?

Die Teilnahme ist vollständig freiwillig und jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufbar. Sie entscheiden zudem selbst, welche Angaben Sie hinterlegen. Die medizinischen Felder können leer bleiben.

Kann ich Life.link für meine Eltern einrichten?

Ja, dies ist ausdrücklich vorgesehen. Sie versenden eine Einladung an die Mobilnummer, die Person bestätigt einmalig auf ihrem eigenen Gerät und anschließend können Sie den Notfallpass gemeinsam pflegen. Ohne diese Bestätigung wird kein Profil angelegt.

Wer kann Life.link Hero werden?

Approbierte Ärztinnen und Ärzte, Notfallsanitäter, Rettungssanitäter und Rettungshelfer, examinierte Pflegefachkräfte sowie Feuerwehrangehörige mit Sanitätsausbildung. Die Qualifikation wird vor der Freischaltung anhand von Approbations- oder Berufsurkunde oder einer Arbeitgeberbestätigung geprüft. Eine Alarmierung stellt stets eine Anfrage dar, keine Verpflichtung.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich kündige?

Sie löschen Ihr Profil in der App und die hinterlegten Notfalldaten werden vollständig entfernt. Erhalten bleiben ausschließlich die gesetzlich vorgeschriebenen Einsatzprotokolle der Leitstelle zu tatsächlich erfolgten Notrufen. Diese unterliegen dem Rettungsdienstrecht und nicht unserer Verfügung.

Funktioniert das auch außerhalb von Mannheim?

Zunächst nicht. Ab dem 1. Januar 2027 arbeitet ausschließlich die Leitstelle Mannheim mit Life.link. Außerhalb dieses Rettungsdienstbereichs läuft Ihr Notruf regulär, jedoch ohne Life.link-Daten. Weitere Regionen sollen nach Auswertung des Pilotbetriebs folgen.

Mannheim rettet gemeinsam Leben

Die Einrichtung dauert zwei Minuten. Der Notfall kündigt sich nicht an.

Life.link-QRCode: mit der Handykamera scannen, um Life.link direkt auf dem Smartphone zu öffnen

Oder mit dem Life.link-QRCode scannen